Menschen und Beleuchtung: Marco Gonzalez
Unternehmen zeichnen sich durch die Menschen aus, die dort arbeiten. Seit mehr als hundert Jahren steht Schréder dank des innovativen Denkens seiner Mitarbeitenden im Bereich der nachhaltigen Beleuchtungstechnik an der Spitze. Unter „Life@Schréder“ erzählen wir die Geschichten der Menschen, die Schréder in den 70 Ländern, in denen wir tätig sind, zu dem machen, was es ist.
Marco Gonzalez ist Vertriebsleiter bei Schréder Swiss und verantwortlich für den deutschsprachigen Teil der Schweiz und darüber hinaus. Wir haben mit Partnern im ganzen Land zusammengearbeitet, um einzigartige Orte für die Nacht zu schaffen. Von der adaptiven Straßenbeleuchtung im Eingangsbereich über einige der weltweit bekanntesten Skigebiete bis hin zur Gestaltung einer bezaubernden nächtlichen Landschaft am Ufer des Zugersees. Marco kam vor 18 Jahren zu Schréder und steht seitdem im Mittelpunkt unserer Arbeit in der ganzen Schweiz.
Ich bin 2008 zu Schréder gekommen…
Ich arbeitete als Elektroplaner in Thun, wo ich aufgewachsen bin. Es ist eine wunderschöne kleine Stadt mitten im Herzen der Schweiz. Ich hatte mehrere Jahre lang in einem Ingenieurbüro gearbeitet, wo ich meine Ausbildung absolviert hatte. Damals hatte Schréder dort eine Niederlassung, und ich wollte an anspruchsvolleren Projekten arbeiten als nur an Hausinstallationen. Also bin ich 2008 als Techniker bei Schréder eingestiegen und arbeite seitdem hier.
Meine Aufgaben haben sich im Laufe der Zeit verändert…
Ich habe ziemlich schnell eine Führungsposition übernommen und mit einem kleinen Team angefangen, das schnell gewachsen ist. Ich bin nach und nach vom technischen Bereich in das Vertriebsteam gewechselt, für das ich nun in der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz verantwortlich bin. Ich bin damit aufgewachsen, zu Hause Spanisch und in der Schule Deutsch zu sprechen, daher fiel es mir nicht allzu schwer, Französisch und Italienisch dazuzulernen. Ich arbeite etwas außerhalb von Bern, und wir haben auch eine Niederlassung im Kanton Zürich.
So etwas wie einen typischen Arbeitstag gibt es nicht…
Das liebe ich an diesem Job. Es würde wäre mir zu langweilig, immer dasselbe zu tun. Zu meinen Aufgaben gehört es, Projekte intern zu leiten, um sicherzustellen, dass wir die bestmöglichen Ergebnisse für unsere Kunden erzielen. Außerdem besuche ich Standorte und gewinne neue Kunden hinzu. Das Geschäft in der Schweiz zeichnet sich dadurch aus, dass wir saisonale Beleuchtung verkaufen – etwas, was kein anderes Unternehmen der Schréder-Gruppe tut. Wir kümmern uns um die Weihnachtsbeleuchtung! Außerdem sind wir mit zahlreichen Sportprojekten und der Solarbeleuchtung beschäftigt. Kein Tag gleicht dem anderen.
Wir haben im Moment tatsächlich mit vielen Sportprojekten alle Hände voll zu tun…
Vor einigen Jahren haben wir unser Sportangebot grundlegend überarbeitet, und es hat sich wirklich gut entwickelt. Das Schréder ITERRA -Steuerungssystem und die BRITELINE -Flutlichtanlagen sind sehr beliebt, insbesondere für Fußballstadien wie das Stade de Copet. Der Schweizer Fussballverband unternimmt viel, um den Sport an der Basis zu fördern, und Investitionen in die Beleuchtung sind eine hervorragende Möglichkeit, den Gemeinden zu helfen. Wir haben das Potenzial dieses Marktes erkannt, und das Wachstum war unglaublich.
In Sachen Beleuchtung ist die Schweiz ganz vorne mit dabei…
Das Land kann als Testmarkt dienen; unsere Kunden hier sind offen dafür, Neues auszuprobieren und Innovationen zu unterstützen. Schréder hat kürzlich EdgeMachines übernommen, ein Unternehmen, das sich mit Sensoren mit geringem Stromverbrauch und Edge-KI befasst. Wir sprechen bereits mit Kunden darüber, welche Möglichkeiten sie in den Bereichen Verkehrsflussüberwachung, Menschenmengensteuerung und intelligentes Parken haben. Wir befinden uns gerade in der Anfangsphase, in der wir gemeinsam mit unseren Kunden Daten auswerten und herausfinden, was sie damit erreichen können.
Außerdem gehören wir zu den begeisterten Pionieren im Bereich der solarbetriebenen Beleuchtung. Die Schweizer engagieren sich leidenschaftlich für den Umweltschutz und die Energieeinsparung, und dies ist eine ideale Lösung für abgelegene Berggebiete, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind. Ein perfektes Beispiel ist die Gemeinde Sils im Engadin/Segl: Angesichts einer veralteten elektrischen Infrastruktur haben wir ihr dabei geholfen, eine Solarbeleuchtungslösung zu implementieren , wodurch kostspielige und mit Beeinträchtigungen verbundene Arbeiten am Stromnetz erfolgreich vermieden werden konnten.
Mein Lieblingsprojekt…
Es fällt mir schwer, mich zu entscheiden, weil wir so viele Projekte durchgeführt haben! Besonders stolz bin ich auf das Glattzentrum, ein großes Einkaufszentrum am Stadtrand von Zürich. Wir haben 38 SHUFFLEs mit 360°-Beleuchtung und einem verstärkten Sockel installiert. Das Besondere daran war jedoch, dass wir eine Sonderfarbe verwenden mussten, nämlich einen ganz bestimmten Schwarzton. Der Architekt fuhr eine zehnstündige Hin- und Rückfahrt von Deutschland, um die Farbe vor Ort zu prüfen – und sie war perfekt. Es sind solche kleinen Details, die Projekte zu etwas Besonderem machen.
Ich bin auch sehr stolz auf ein Projekt, das wir in Urdorf realisiert haben, ähnlich wie dieses hier in Brüssel, bei dem sich die Beleuchtung an das Verkehrsaufkommen und das Wetter anpasst. Ein Jahr nach der Inbetriebnahme konnten Energieeinsparungen von über 30 % erzielt werden, und die Reduzierung der Lichtintensität trug dazu bei, dass sich die natürlichen Ökosysteme erholen konnten. Das Projekt wurde mit dem Watt d’Or-Preis 2018 ausgezeichnet, der vom Schweizer Bundesamt für Energie an Projekte verliehen wird, die der Gesellschaft zugutekommen.
Besonders stolz bin ich…
auf unsere Teamarbeit. Unsere Partner, unsere Mitarbeiter, unsere Kollegen … Ich bin nur ein Glied in der Kette. Wenn ich auf mich allein gestellt wäre, würde nichts davon passieren. Aber es herrscht ein echter kollegialer Geist, vielleicht auch deshalb, weil es ein Familienunternehmen ist. Jeder kann unternehmerisch denken, und wir arbeiten auf allen Ebenen zusammen, auch mit den Geschäftsführern. Ich habe den Eindruck, dass es sich um ein offenes Umfeld handelt, in dem wir alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten.
Die Welt der Beleuchtung hat sich gewandelt…
Wir sind seit etwas mehr als 30 Jahren in der Schweiz, und ich bin schon fast die ganze Zeit hier. Ich habe hier zu der Zeit angefangen zu arbeiten, als LEDs auf den Markt kamen. Unsere erste Schulung zu diesem Thema fand in Belgien statt. Ich erinnere mich noch gut an die HID-Ära und die Einführung der Steuerungssysteme. Gerade wegen dieser Entwicklung bin ich immer noch hier. Es wäre langweilig, immer wieder dieselben Glühbirnen und Leuchten zu verkaufen.
In meiner Freizeit bin ich gerne aktiv…
Da meine Kinder noch klein sind, verbringe ich einen Großteil meiner Wochenenden mit meiner Familie. Ich versuche, Sport in meinen Alltag zu integrieren – manchmal fahre ich mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß zur Arbeit. Als ich jünger war, habe ich Fußball gespielt, aber leider machen meine Knie das nicht mehr mit. Letztendlich geht es darum, die richtige Balance zu zwischen Zeit mit meiner Familie, Sport und dem Genuss der wunderschönen Seen in der Schweiz zu finden.
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