Tervuren-Tunnel

Maximaler Komfort für bessere Mobilität bei minimalem Energieverbrauch

Der Tervuren-Tunnel im Brüsseler Ring - einer der meistbefahrenen des Landes - ist nun auch einer der sichersten und nachhaltigsten.

Der Tunnel, der in Belgien aufgrund der hohen Anzahl der Pendler, die ihn täglich auf dem Weg in die Hauptstadt - und hinaus - durchqueren, sehr bekannt ist, wurde 2019 mit einer intelligenten Beleuchtungslösung ausgestattet.

Das Flämische Ministerium für Verkehr und Mobilität (AWV) hatte beschlossen, die 20 Jahre alten Leuchtstoff- und Natriumlampen in diesem zweispurigen dualen Tunnelsystem durch LED-Leuchten zu ersetzen, um Energie, Geld und Zeit zu sparen.

Mehr als 1.400 LED-Leuchten, die mit ATS-System gesteuert werden, wurden installiert, um den 540 m langen Tunnel zu beleuchten.



Beleuchtung zur Verbesserung der Sicht mit weniger Energieverbrauch

Die AWV wählte für die Modernisierung der Tunnelbeleuchtung die Leuchtentypen TAG- und ContiLED.

Die Wahl fiel auf sie aufgrund ihrer hohen Leistung und des geringen Gewichts.
Denn diese energieeffizienten Leuchten garantieren das richtige Beleuchtungsniveau mit überragender Gleichmäßigkeit (Uo > 40 % und UL > 70 %) und hohem visuellem Komfort.

Etwas mehr als 600 TAG-Leuchten beleuchten den kritischen Einfahrtbereich und sorgen für die 300 cd/m², welche lt. europäischer Verordnungen verlangt werden. Das reduziert den Kontrast zum Sonnenlicht im Außenbereich und garantiert mehr Sicherheit.

Der Innenbereich wird von 840 ContiLED-Leuchten erhellt, welche die nötigen 12 cd/m² bereitstellen. Nachts wird das Niveau auf 3 cd/m² reduziert.

Die Sicht im Tunnel wurde verbessert, sodass ein sichereres und angenehmeres Fahrerlebnis bei geringerem Energieverbrauch gewährleistet wird.   

Tervuren Tunnel
Brüssel
Belgien

Kunde

Flämisches Ministerium für Verkehr und Mobilität (AWV)

Partner

Tunnelsteuersystem: Phoenix Contact + Schréder
Installation: VSE - ENGIE Fabricom Joint Venture
Verkehrsmanagementsystem: Tein Technology

Aufgrund der niedrigen Tunneldecke konnten die Leuchten nur seitlich an den Wänden installiert werden und mussten daher mit Spezialoptiken ausgestattet werden, die das Licht auf die Straße richten. Dies garantiert das erforderliche Beleuchtungsniveau und Helligkeit im Tunnel bei minimalem Energieverbrauch.

Steven Hulpiau
Key Account Manager - Schréder

Für diesen Tunnel wählten die Architekten sogenannte optische Einheiten in Kombination mit separaten Steuergeräteboxen, die die Elektronik und die lokale Leuchtensteuerung enthalten. Dies bietet zwei wesentliche Vorteile:

  • Die Lampen müssen nicht geöffnet werden, wenn Wartungsarbeiten an der Elektronik erforderlich sind.
  • Die LEDs werden von der Wärme, die von der Elektronik erzeugt wird, nicht beeinflusst, sodass eine hohe Lebensdauer gewährleistet ist.

 

Steuerung zur Rationalisierung des Betriebs

Alle Leuchten werden vom Advanced Tunnel Control System (ATS) gesteuert, einer gemeinsamen Entwicklung von Schréder und Phoenix Contact, die in der Lage ist, jede Leuchte (und sogar Teile der Leuchte) einzeln zu schalten und das Beleuchtungsniveau den exakten Anforderungen anzupassen.   

Durch den Tunnel verläuft ein geschlossenes RS422-Netz, das alle Steuergeräteboxen mit der Steuerung verbindet. Das System regelt das Beleuchtungsniveau im Tunnel anhand der Werte des Leuchtdichtemessers und vorkonfigurierter Szenarien.

Denis Verhoeven - Phoenix Contact
Denis Verhoeven
Infrastrukturmanager - Phoenix Contact

Nachts, wenn die Beleuchtung erheblich heruntergedimmt werden kann, schaltet die Steuerung bestimmte Lampen ab, da dies energieeffizienter und besser für die Lebensdauer der Leuchten ist.

Das System integriert die IRIS-Plattform der AWV, die das gesamte Straßennetz verwaltet, sodass es vom Kontrollraum aus gesteuert und überwacht werden kann. Die AWV hat jederzeit die Möglichkeit, das Beleuchtungsniveau anzupassen oder in Echtzeit eine Diagnose der Beleuchtung abzurufen.

Die Mitarbeiter haben vom Schreibtisch aus über die IRIS-Plattform Zugang zu allen Status- und Diagnosedaten. Die Beleuchtung kann ebenfalls von dort aus bedient werden. Dies geschieht mittels vordefinierter Szenarien. Kommt es beispielsweise zu einem Unfall im Tunnel, wird die komplette Beleuchtung automatisch auf 100 % eingestellt, wenn der Notdienst vor Ort die Nottaste betätigt.

Christophe Vandenbossche
Lösungsarchitekt - Tein Technology

Nahtlose Installation

Alle Installationsarbeiten wurden nachts durchgeführt, bei minimaler Sperrung von Spuren und geringfügiger Behinderung des Pendlerverkehrs.
Sorgfältige Planung aller Beteiligten und die problemlose „Plug and Play“-Installation der mit „Quick-on“-Steckern versehenen Strom- und Steuerkabel gewährleisteten, dass alles reibungslos über die Bühne ging.

Wir wollten natürlich die Anzahl der Nächte, in denen der Tunnel geschlossen werden musste, begrenzen. Ein umfassender Arbeitsplan, der strikt befolgt werden musste, wurde erstellt. Jeden Morgen wurde der Tunnel inspiziert, um zu entscheiden, ob er sicher wieder geöffnet werden konnte.

Hans Smit - VSE
Hans Smit
Projektmanager - VSE

Schréder freut sich, die Beleuchtung für diesen Tunnel geliefert zu haben. Dank der hohen Effizienz und der hohen Lebensdauer der Leuchten wird die AWV in der Lage sein, ihre Betriebskosten zu senken und gleichzeitig den Pendlern einen wesentlich besseren Service zu bieten.

Tatsächlich verbesserte die neue Beleuchtung nicht nur das Fahrerlebnis für die Kraftfahrer, sie wird auch dafür sorgen, dass wartungsbedingte Sperrungen seltener erforderlich sind und so zu einem reibungslosen Verkehr beitragen.