Menschen und Beleuchtung: STAR-Team

Seit mehr als hundert Jahren ist Schréder weltweit führend – dank der herausragenden Arbeit und des Einsatzes seiner Mitarbeitenden im Bereich der nachhaltigen Beleuchtungstechnik. Bei Life@Schréder berichten wir von den Menschen, die dieses Unternehmen in den 70 Ländern, in denen wir tätig sind, zu dem machen, was es ist. Unser vielfältiges, internationales Team verbindet das gemeinsame Engagement für Spitzenleistungen in der Beleuchtung.


Wir sprachen bereits im Jahr 2022 mit Mitgliedern des Schréder STAR-Teams (Schréder Technical Assistance and Response) darüber, wie sie gemeinsam mit Kund*innen aus aller Welt sichere, nachhaltige Tunnelbeleuchtungslösungen entwickeln. Seitdem ist das Team größer geworden und unterstützt Projekte aller Art in aller Welt. Angefangen bei Straßentunneln in Brasilien über solarbetriebene Beleuchtungslösungen für malerische Strände bis hin zu Sportstätten jeder Größe erarbeitet das STAR-Team gemeinsam mit den regional tätigen Schréder Mitarbeitenden selbst unter schwierigsten Bedingungen die jeweils ideale Beleuchtungslösung. Wir waren der Ansicht, es sei wieder Zeit für ein Gespräch. Deshalb haben wir mit Thomas Collette, Luis Calvo und Axel Fauville, den im technischen Vertriebssupport tätigen Ingenieuren der Unternehmensgruppe, über ihre Arbeit in aller Welt, ob über oder unter Tage, gesprochen.

The Schréder TEAM provide technical assistance for smart tunnel, solar and sports lighting solutions worldwide
(Von links nach recht:) Luis Calvo, Axel Fauville und Thomas Collette leisten für unsere Kolleg*innen in aller Welt technischen Support und bieten Schulungen an


Der Bereich „Technical Assistance and Response“ (STAR) umfasst eine Vielzahl von Aufgaben …

Luis: Wir beschäftigen uns zu einem großen Teil mit Tunnelbeleuchtungsprojekten, bieten jedoch den Kolleg*innen auf der ganzen Welt auch technischen Support für viele unterschiedliche Anwendungen an. Diese decken das gesamte Spektrum ab – angefangen bei intelligenten Beleuchtungsanlagen für Sportstätten mit Schréder ITERRA bis hin zu nachhaltigen Solarbeleuchtungslösungen. Wir begleiten alle Projektphasen – von Lichtplanungsstudien bis hin zur Messung der Beleuchtungsstärken vor Ort –, um die Einhaltung aller technischen Normen sicherzustellen. Dabei nehmen wir uns bewusst die Zeit, die zu beleuchtenden Bereiche nach Einbruch der Dunkelheit persönlich zu begutachten und mithilfe von Spezialausrüstung präzise Messungen durchzuführen. 

Ein erheblicher Teil unserer Arbeit konzentriert sich jedoch tatsächlich auf Tunnelbeleuchtungsanlagen. Sie zählen zu den technisch komplexesten Anlagen, die wir vertreiben. Unseren Kolleg*innen in den regionalen Niederlassungen fehlt oftmals die nötige Erfahrung mit derartigen Lösungen. Zahlreiche technische Arbeitsschritte müssen direkt vor Ort durchgeführt werden. Ein wesentlicher Teil unserer Tätigkeit besteht in der Wissensvermittlung: Als STAR‑Team sammeln wir Know-how und geben es in Form von Schulungen, Fachaufsätzen und weiteren Formaten gezielt weiter. Wir finden im Unternehmen stets die am besten geeigneten Fachexpertinnen und ‑experten, die selbst komplexeste technische Fragen kompetent beantworten. 
 

Wir alle sind auf unterschiedliche Weise zu Schréder gelangt … 

Thomas: Nach zweieinhalb Jahren in der biopharmazeutischen Industrie ist Schréder meine zweite berufliche Station. Durch einen Bekannten habe ich von dem Unternehmen erfahren, als ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung war. Er empfahl Schréder als ausgezeichneten Arbeitgeber. Uns als Ingenieuren mit universitärer Ausbildung stehen viele Karrierewege offen – doch gerade die physikalischen Grundlagen der Lichttechnik ermöglichen eine anspruchsvolle und zugleich besonders reizvolle fachliche Entwicklung. Als ich anfing, gab es einen „Newcomers Day“, an dem ich viele Kolleg*innen kennenlernte, von denen ich später viel lernen konnte. Mein Spezialgebiet ist die Solarbeleuchtung – ein stark wachsendes Segment, mit dem wir anspruchsvolle Beleuchtungslösungen für Gegenden ohne Netzstrom realisieren.

Axel: Dies ist meine erste Anstellung. Ich hatte gerade mein Studium in Lüttich abgeschlossen, als ich ins Unternehmen eintrat. Wie Thomas habe auch ich Ingenieurwesen studiert und mich dabei speziell mit der Beleuchtungstechnik befasst. Die Arbeit bei Schréder bietet mir die herausragende Gelegenheit, in einem jungen Team zu arbeiten, ins Ausland zu reisen und viel Neues zu lernen. Ich konzentriere mich auf die Tunnelbeleuchtung, unterstütze aber auch Luis bei Schréder ITERRA und Thomas bei der Solarbeleuchtung.

Luis: Meine erste Stelle hatte ich in der Schwerindustrie als Ingenieur für die vorausschauende Wartung. Meine Aufgabe bestand darin, Schwingungen an Anlagen und Maschinen zu messen, um festzustellen, ob Wartungsmaßnahmen erforderlich waren oder ob wir den Betrieb im Ernstfall sofort stoppen mussten, um das Risiko einer Explosion abzuwenden. Eines Tages, während ich fernab jeder Zivilisation Rohrleitungen überwachte, wurde mir klar, dass es Zeit für eine berufliche Veränderung war. Schréder klang ausgesprochen interessant und bot eine ausgewogene Kombination aus Auslandseinsätzen und strukturierter Büroarbeit – daher entschied ich mich, diesen Schritt zu gehen. Ich bin der Spezialist für Schréder ITERRA, ein relativ neues System, das eigens für die Sportstättenbeleuchtung entwickelt wurde.

Die Lösung Schréder ITERRA ist so beliebt, weil die Anwender*innen sie drahtlos per App steuern können. Zudem kann sie sehr einfach installiert werden, was Beeinträchtigungen bei kleineren Projekten wie etwa BMX-Strecken oder kleinen Fußballstadien auf ein Minimum reduziert. Ich habe hier in Belgien an einigen Projekten gearbeitet, unser größtes Projekt befindet sich jedoch in der Demokratischen Republik Kongo. Dort bauen unsere Kolleg*innen gerade für ein großes Fußballstadion eine Beleuchtungslösung mit über 50 Controllern.

The Kinshasa Stadium is lit by a smart Schréder ITERRA lighting system with over 50 nodes
Das Stade des Martyrs in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa wird mithilfe eines intelligenten Schréder ITERRA Beleuchtungssystems mit über 50 Controllern beleuchtet und entspricht dem FIFA-Beleuchtungsstandard der Klasse IV

Man kommt schon herum in der Welt …

Axel: Aber es ist halt kein Urlaub. Die Einsatzorte sind nicht immer angenehm, und da die Projekte komplex sind, müssen wir Probleme unter Zeitdruck lösen. Ich war schon in Brasilien, in Water Valley in Kanada und an vielen Orten in Frankreich, aber keiner dieser Auslandseinsätze war einfach. 

Die Bedingungen sind oft schwierig. Zunächst einmal möchten wir Verkehrsbeeinträchtigungen minimieren. Deshalb arbeiten wir oft nachts, weil man Tunnel oder Hauptstraßen nachts einfacher sperren kann. Auch bei Nässe, Kälte oder Sturm müssen wir im Freien arbeiten, sei es, um Fotos für Lichtplanungsstudien zu machen oder um sicherzustellen, dass die Systemcontroller korrekt vernetzt sind. Als Nächstes steht ein Einsatz in Kolumbien an, auf den ich schon sehr gespannt bin. 

Luis: In Brasilien haben wir an dem sehr spannenden Projekt Tamoios im Bundesstaat São Paulo Tag und Nacht gearbeitet. Der Tunnel T3/T4 ist der längste Tunnel Brasiliens. Für viele meiner Kolleg*innen war dies das erste Tunnelbeleuchtungsprojekt. Wir sind auf Probleme gestoßen, die wir noch nie zuvor zu bewältigen hatten. Das war alles sehr intensiv! Wenn man solch ein Projekt abgeschlossen hat, ist man wirklich ausgepowert. Ich bin gerade erst aus Casablanca zurückgekommen. Es war das erste Mal, dass ich in Marokko gearbeitet habe. Das war eine außergewöhnliche Erfahrung und zugleich ein wertvolles Praxistraining, insbesondere im Hinblick auf die dortigen Arbeitsweisen und Koordinationsprozesse. 

Thomas: Eines meiner ersten Projekte war ein Tunnel in der Nähe von Dubrovnik in Kroatien, der aus zwei langen Röhren besteht. Das Projekt stellte aus verschiedenen Gründen eine besondere Herausforderung dar, doch wir haben es geschafft, die Beleuchtung nach Ablauf von drei Nächten in Betrieb zu nehmen. Während der Inbetriebnahme stießen wir naturgemäß auf einige Schwierigkeiten. Wir mussten improvisieren und direkt vor Ort Lösungen entwickeln, wobei die Kolleg*innen vor Ort beeindruckende Einsatzbereitschaft und Kreativität bewiesen. All dies trug dazu bei, dass wir das Projekt erfolgreich zum Abschluss bringen konnten.

The Schréder STAR team spent time in Brazil, supporting colleagues with the installation and commissioning of the smart lighting system
The team helped our colleagues in Brazil with the commissioning of a smart lighting system for the Tamoios Tunnel

Wir haben unser Portfolio auch auf den Bereich der Solarbeleuchtung ausgeweitet …

Thomas: Im vergangenen Jahr habe ich mich zunehmend auf die Solarbeleuchtung konzentriert. Wir beobachten ein steigendes Interesse unserer Kund*innen an Lösungen dieser Art, weshalb der Solarbeleuchtung in der Unternehmensgruppe sehr hohe Priorität eingeräumt wird. Prognosen zufolge könnte in zehn Jahren bereits die Hälfte der gesamten Straßenbeleuchtung solarbetrieben sein. Auch wenn dies recht ambitioniert scheint, so ist der Trend hin zur netzunabhängigen, solarbetriebenen Straßenbeleuchtung unaufhaltsam und gewinnt zunehmend an Bedeutung. 

Ich unterstütze bei uns die Einführung der Solarbeleuchtungstechnologie, indem ich Kolleg*innen schule und bei größeren Projekten begleite, z. B. bei Lichtplanungsstudien und bei der Berechnung der autarken Betriebsdauer von Anlagen. Bei der Arbeit an umfangreichen Solarprojekten muss unbedingt auf den Stromverbrauch geachtet und sichergestellt werden, dass die erforderliche Lichtleistung mit der Strommenge erbracht werden kann, die mit den Solarmodulen erzeugt wird.

Diese Studien sind etwas komplexer als unsere üblichen Beleuchtungskonzepte, da die Solarmodule korrekt ausgerichtet werden müssen und die Akkukapazität eine entscheidende Rolle spielt. Mein persönliches Lieblingsprojekt ist ein Projekt auf Korsika, für das wir vor Kurzem gemeinsam mit Photinus beauftragt wurden. Es geht dabei um einen Radweg und zwei Parkplätze. Ich hoffe sehr, dass wir künftig auch Projekte in weiter nördlich gelegenen Regionen realisieren können, denn die Technologie entwickelt sich kontinuierlich weiter.
 

Es handelt sich um ein Großunternehmen, das uns sehr unterstützt …

Thomas: Für uns drei war es eine ganz neue Erfahrung, in einem so großen Unternehmen zu arbeiten. Die Kolleg*innen sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit, und die Arbeitsatmosphäre ist stark von Zusammenarbeit geprägt. Man kann jederzeit unkompliziert auf Kolleg*innen zugehen und erhält schnell die Unterstützung, die man benötigt. Die Unternehmensleitung legt großen Wert auf Transparenz und informiert uns regelmäßig über die weltweite Geschäftsentwicklung. Dies stellt sicher, dass wir jederzeit in die strategischen Prozesse eingebunden sind. 

Axel: Unser Team zeichnet sich durch den starken Zusammenhalt aus. Unsere Stärke liegt darin, dass wir sehr umsichtig agieren. Bei uns heißt es nie: „Ich erledige meinen Teil und der Rest interessiert mich nicht.“ Wir stimmen uns kontinuierlich miteinander ab und fragen einander: „Was hältst du davon? Brauchst du Unterstützung?“ „Können wir die Arbeit gemeinsam beschleunigen?“ Wir achten wirklich sehr aufeinander. 
Diese Kultur des Miteinanders gilt über alle Hierarchieebenen hinweg – man kann jederzeit Fragen stellen und auf eine verlässliche, konstruktive Zusammenarbeit vertrauen.

Two Schréder teams participated in the Oxfam Trailwalker 2025
Luis nahm zusammen mit 9 Kollegen am Oxfam Trailwalker teil, um Geld zu sammeln.

Auch privat sind wir aktiv …

Thomas: Ich spiele gern Tennis, allerdings meist nur im Sommer. Ansonsten laufe und radle ich viel. Zurzeit trainiere ich für meinen ersten Marathon, der im Frühjahr in Bologna in Italien stattfindet. Ich spiele auch deshalb gern Tennis, weil man nach dem Match die Gelegenheit hat, mit Freunden ein Bier zu trinken.

Axel: Ich trinke gern belgisches Bier und fahre gerne Rad. Als ich jünger war, habe ich noch an Wettkämpfen teilgenommen. Ich war in Frankreich, in der Schweiz und in Italien mit dem Rad unterwegs, auch auf durchaus anspruchsvollen Strecken wie dem Col d’Izoard in den französischen Alpen. Unser Manager Corentin Dantinne motiviert das Team zum gemeinsamen Tennisspielen – wir lernen dazu und verbessern uns kontinuierlich. (Aus Bescheidenheit verschweigt Axel, dass er einst gemeinsam mit dem belgischen Radprofi Wout van Aert auf dem Siegertreppchen stand, doch Thomas weist uns darauf hin!)

Luis: Alle im Team begeistern sich für den Radsport. Mich hat es bisher aber noch nicht so richtig gepackt. Sportliche Herausforderungen sind jedoch genau mein Ding: Deshalb habe ich Anfang dieses Jahres gemeinsam mit neun Kolleginnen und Kollegen am Oxfam Trailwalker teilgenommen, einem in Belgien sehr bekannten Spendenlauf. Wir sind innerhalb von 24 Stunden 100 Kilometer gelaufen. Die Vorbereitungen waren intensiv, aber es hat sich absolut gelohnt: Neben der persönlichen Herausforderung bot das Event eine großartige Gelegenheit, Spenden für Oxfam zu sammeln und Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen besser kennenzulernen.

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