Projekt Heiningen für den Innovationspreis Reallabore nominiert

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat heute im Rahmen einer Festveranstaltung zehn Reallabore mit dem Innovationspreis Reallabore ausgezeichnet. In der Sonderkategorie Nachhaltigkeit war auch das Projekt Heiningen für das die Schréder GmbH die Leuchten und das technische Herzstück liefert, nominiert.

 

Mit den Preisen würdigt das Ministerium herausragende Testräume für Innovation und Regulierung, die sich durch ihren Vorbildcharakter und ihren Beitrag für ein modernes und innovationsfreundliches Recht auszeichnen. 


Eine Expertenjury unter dem Vorsitz von Dr. Anna Christmann, Beauftragte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz für Digitale Wirtschaft und Start-ups und Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, hatte neun Siegerprojekte aus insgesamt 101 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Ein zehntes Siegerprojekt in der Sonderkategorie Nachhaltigkeit
wurde durch die rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Preisverleihung live gewählt. Die Preisverleihung fand in Verbindung mit einer Fachveranstaltung zum angestrebten Reallabore-Gesetz statt.


Anna Christmann:

„Reallabore erproben die digitale und nachhaltige Transformation zunächst im Kleinen, um sie dann später im Großen auszurollen. Den Preisträgern des Innovationspreises Reallabore gelingt es auf vorbildliche Weise, digitale Technologien wie etwa Künstliche Intelligenz (KI) im Reallabor in die konkrete Anwendung zu bringen und damit echten Mehrwert zu schaffen,

besonders auch für den Klima- und Umweltschutz. So steuert KI Straßenbeleuchtungen und Ampeln auf umweltschonende Weise oder sie unterstützt ganze Wohnquartiere dabei, Energie zu sparen.

In anderen Reallaboren hilft sie, Menschen zu heilen, oder sie dirigiert autonome Busse, Autos und Lieferroboter auf möglichst effiziente und klimaschonende Weise durch Stadt und Land. Im Reallabor können die Menschen diese Lösungen vor Ort ausprobieren und mitgestalten. Viele Beiträge zum Innovationspreis Reallabore zeigen aber auch, wo Erprobungsprojekte heute noch an rechtliche Grenzen stoßen.

Wir wollen – wie im Koalitionsvertrag beschlossen – ein Reallabore-Gesetz schaffen, das neue Freiräume zur Erprobung von Innovationen schafft und einheitliche und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für Reallabore bietet. Hierfür sind die Beiträge und die Erfahrungen aus der Praxis zentral.“

Während der Preisverleihung wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Live-Voting ein zehntes Siegerprojekt für die Sonderkategorie Nachhaltigkeit aus folgenden drei Projekten aus:

  • SOLAR.shell-Transfer (Bad Rappenau)
  • Klimaquartier Neue Weststadt in Esslingen
  • KI-gestützte Straßenbeleuchtung für Insektenschutz und Energieeinsparungen, Heiningen

Das Projekt Heiningen wurde zweiter in dieser Kategorie. Wir sind stolz darauf mit der Leuchte YOA und dem Telemanagementsystem EXEDRA unseren Beitrag zu diesem zukunftsweisenden Projekt zu leisten. Hier erfahren Sie mehr über das Projekt Heiningen und einen Kurzbericht zum Projektstart können Sie hier ansehen: KI im Straßenverkehr: Pilotprojekt in Heiningen (filstalwelle.de).


Folgende neun Projekte wurden außerdem in den drei Kategorien des Wettbewerbs ausgezeichnet:


Kategorie Rückblicke (abgeschlossene Reallabore):

  • WohnZukunft (Berlin, Lutherstadt Eisleben und Lübben)
  • RealLabHH – Reallabor Hamburg für digitale Mobilität
  • Einrichtung eines U-Space-Reallabor in Hamburg

Kategorie Einblicke (laufende Reallabore):

  • Digitales Experimentierfeld LANDNETZ – Erprobungsfeld für
  • digitale ländliche Netze (nordwestlich von Dresden)
  • TEMPUS (Testfeld München - Pilotversuch urbaner automatisierter Straßenverkehr in München)
  • Digitales Testfeld auf der Bundeswasserstraße Schlei

Kategorie Ausblicke (geplante Reallabore):

  • LastMileCityLab in Bruchsal
  • Multikopter in der Luftrettung in Idar-Oberstein und

Ansbach/Dinkelsbühl

  • EAM-X – Trusted Ecosystem of Applied Medical Data eXchange

Reallabore sind zeitlich und meist räumlich begrenzte Testräume, in denen innovative Technologien oder Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen erprobt werden. Reallabore erfordern oftmals Ausnahmegenehmigungen oder die Nutzung von Experimentierklauseln und liefern wichtige Erkenntnisse, ob und wie der rechtliche Rahmen weiterentwickelt werden muss. Alle ausgezeichneten Reallabore sind berechtigt, das Reallabore-Label „Ausgezeichnet!2022“ des BMWK zu tragen. Weitere Informationen zum „Innovationspreis Reallabore“, zu den Siegerprojekten sowie allen Nominierten finden Sie unter www.innovationspreis-reallabore.de.

 

Personen auf dem Foto:

Von links nach rechts, hinten:

Norbert Aufrecht (Bürgermeister Heiningen), Johannes Käppler (Geschäftsführer Studio DL), Emlyn Étienne Goronczy (Lichtdesigner, Studio DL), Constanze von Mühlenfels (Geschäftsführerin Schréder GmbH), Mischa Allgaier (Kommunalberater, Netze BW)

Von links nach rechts, vorne:

Samuel Fiedelak (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, TU Berlin), Philip Lentz (Geschäftsführer Studio DL)